Software-News: Amazon Sales Rank Analyse mit Titel-Benchmark

DieSoftware News readbox Amazon Sales Rank Analyse ist an sich schon ein mächtiges Tool: Zur Beobachtung der eigenen Titel, egal, ob eBook oder Print-Ausgabe. Oder zur Beobachtung der Titel der Mitbewerber.
Um gerade eine Vielzahl von Titeln im direkten Vergleich, auch grafisch, schnell zu überschauen gibt es jetzt die neue Funktionalität “Vergleich“. Hier können beliebige Titel in einen “Container” gelegt werden, die dann auch jeweils zusammen dargestellt werden, visuell in Form eines Graphen (der sich in verschiedenen Grafik-Formaten herunterladen lässt) und natürlich auch in der tabellarischen Übersicht, die wiederum zur Weiterverarbeitung als Excel-Datei verfügbar ist.

Das Anlegen dieser Vergleiche ist dabei denkbar einfach:

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Übersicht der Vergleichspakete und anlegen neuer Vergleiche.

In der Detailansicht der Vergleiche werden im Kopf der Seite die einzelnen Titel visuell dargestellt, gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, den Anzeige-Zeitraum zu verändern:

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Wer nun große Datenmengen darstellt, etwa mit vielen in den Vergleichen eingestellten Titeln und zusätzlich dem jeweiligen Produkt-Format (eBook und Print), wird bald das Problem haben, die Datenmengen noch überschaubar darzustellen. Das kann dann auch einmal mehr Ähnlichkeit mit einem Schnittmuster haben:

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Deswegen gibt es zusätzlich zwei Funktionen: per Klick können alle Datenreihen per Mausklick entfernt (und natürlich wieder hinzugefügt) werden. Gleichzeitig können Datenreihen “geglättet” werden, in 7, 14 und 28-Tagen-Schritten – eine aus Tabellenkalkulationsprogrammen bekannte Funktion.

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Getreu dem Grundsatz, Prozesse zu optimieren und dem Nutzer knappe Zeit zu sparen, können mit der neuen Vergleichsfunktion individuelle und unterschiedlichste Titel-Benchmarks vorgenommen und analysiert werden – bequem und schnell.

readbox als Sponsor auf der 2. Konferenz buchreport 360° am 26.02.2015: Mobile Publishing

MobileAm 26. Februar findet die 2. Konferenz des buchreport “360°” zum Thema Mobile Publishing statt. Referenten wie Ashleigh Gardner (Wattpad), Jörg Plathner (Bastei Lübbe), Martina Steinröder, Christoph Kappes (sobooks), George Berkowski uvm. nehmen sich dabei der massiv zunehmenden “Mobilisierung” der Gesellschaft an, die auch konkrete Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle und Produkte von Verlagen hat.

“Durch das rasante Wachstum der mobilen Mediennutzung verändern sich die Koordinaten der digitalen Geschäftsmodelle. Die besonderen Herausforderungen im Zeitalter der Smartphones und Tablets:

  • Klassische Buchinhalte passen oft nicht zum mobilen Lesen.
  • Plattformen wie z.B. Wattpad locken die Leser unterwegs mit kostenlosen Inhalten.
  • Old und Social Media sind immer noch nicht wirklich vernetzt”

readbox als eBook-Distributor und Softwareunternehmen für die Medienbranche beschäftigt sich getreu dem Firmen-Claim “WIR VERSTEHEN. 360° ePUBLISHING.” schon lange und intensiv mit diesen neuen Entwicklungen, Innovation ist Teil der Unternehmens-DNA – um  Kunden und Partner adäquate Antworten und Produkte für diese neuen Herausforderungen zu bieten.

Insofern ist es naheliegend, dass readbox bei der 2. Konferenz buchreport vertreten sein und als Gesprächspartner für Mobiles Publizieren zur Verfügung stehen wird.

Wir freuen uns auf Sie!

Smartwatch

Sind Smartwatches der neue Heilige Gral? Und was hat das mit Verlagen zu tun?

Grundsätzlich bin ich ja ein Mensch, der neue technische Gadgets sofort ausprobieren will und damit dann so lange spielt bis er die Lust daran verliert oder sie im täglichen Leben integriert sind. So zieht schon seit einigen Monaten, spätestens seit der letzten Apple-Präsentation, das Thema Smartwatch meine Aufmerksamkeit magisch an. Von Andreas Köglowitz

Leider gibt es die neue Apple-Watch bei uns frühestens ab April. Was also tun, um die Wartezeit zu überbrücken? Genau, erst mal eine Android-Testuhr bestellen. Also ins Internet, eine Uhr mit mittlerem Funktionsumfang gewählt (keine Pebbles, denn wir wollen ja etwas Neues erleben) und bestellt. Ziemlich günstig sogar, mir war nicht klar, daß es solche Uhren schon für 30 Euro gibt. Und genau hier beging ich als sparsamer Schwabe wohl meinen Fehler, denn ich achtete nicht auf das Herkunftsland, welches in diesem Fall China war.

Unzolling Smartwatch

Ach, wie wäre das schön gewesen, der Postbote bringt mir ein Paket, ich öffne es und schon geht es an das beliebte Unboxing eines neuen technischen Gadgets. So nicht bei mir. Der Postbote kam, brachte mir auch etwas, aber das war ein Schreiben vom Zoll, mit dem Vermerk, ich sollte doch die nächsten 14 Tage mal auf ein Gespräch vorbeisehen. Um was es genau geht, war nicht vermerkt, aber ich konnte es ahnen.

Wer schon mal beim Zoll war, der ahnt was nun kommt, denn ich denke jede Zollstation ist so ziemlich gleich in Deutschland. Man wartet erst mal etwas länger, obwohl kein anderer “Kunde” da ist und auch keiner der Beamten übermäßig beschäftigt erscheint. Kommt man dann endlich an die Reihe entwickelt sich ein aussagekräftiger Dialog:

Zöllner: Was ist in diesem Paket?
Ich: Keine Ahnung, was steht denn drauf?
Zöllner: Das kann ich ihnen nicht sagen!
Ich: Darf ich mal sehen?
Z: Gerne, gehört ja ihnen. (sieht dabei auf ein riesiges Teppichmesser, was mich etwas irritiert)
Ich: Ah, dachte ich es mir doch, das ist eine Uhr, die ich im Internet bestellt habe. Sehen sie hier ist es vermerkt, sogar mit Wertangabe.
Z: So So, und warum ist dann hier keine Rechnung aussen aufgebracht? Es muss eine Rechnung aussen angebracht sein und keine Inhaltsangabe mit Wert.
– Schweigen –
Ich: Keine Ahnung, ich habe es ja nicht versendet.
Z: Mhm.
Ich: Dürfte ich es vielleicht mal öffnen, vielleicht ist die Rechnung ja innen?
Z: Klar gehört ja ihnen. (Jetzt wird mir der erneute Blick zum Teppichmesser klar)
Ich: (nach erfolgloser Suche im Paket) Auch keine Rechnung.
Z: Das ist schon etwas mager, oder?
Ich: Und wie lösen wir nun das Problem?
Z: Sie bringen mir eine Rechnung und dann können wir den Inhalt prüfen. So lange bleibt das Paket hier in Bearbeitung.
Ich: In Ordnung, dann … (Der Zöllner ist bereits mit dem Paket verschwunden)
Es folgt eine Fahrt ins Büro, Mailverkehr mit dem Versender, eine lausige ausgedruckte chinesische Rechnung später warte ich wieder am Zollamt auf eine Audienz.
Ich: Guten Tag, ich habe nun die Rechnung, soll ich …
Der Zöllner nimmt mir die Rechnung wortlos ab, tippt etwas in seinen Taschenrechner, gibt mir das Paket und sagt: Da haben sie aber Glück gehabt!
Ich: Warum?
Z: Weil wir Beträge erst ab 5 Euro einfordern.
Etwas verdutzt über die schnelle Abwicklung stehe ich da und mir liegen Sätze wie “Wer sagt ihnen, daß die Rechnung echt ist?” oder “Müssen sie nicht prüfen, ob Rauschgift in der Uhr ist?” auf der Zunge, aber ich schaffe es, keinen dieser Sätze zu sagen und mache mich mit dem Paket auf den Weg nach Hause, um endlich zum Unboxing zu kommen.

Unboxing

IMG_5022Warum ich so lange vom Zoll erzählt habe? Weil die Uhr an sich nicht wirklich viel hergibt. Ich spare mir das Gerede von wegen “schöne Verpackung” etc und komme gleich zu den Features – einer Smartwatch, die wohlgemerkt nur 30 Euro gekostet hat. Es ist wirklich kinderleicht diese Uhr mit dem Handy per Bluetooth zu verbinden und das war es dann auch schon mit der technischen Grobarbeit. Es folgt das übliche Uhrzeit und Datum einstellen, wählen des Hintergrundbildes etc. um dann folgendes nutzen zu können:

  • Telefon: Werde ich auf dem Handy angerufen, so klingelt nun auch meine Uhr. Ich kann das Gespräch dort auch annehmen und direkt mit meiner Uhr sprechen. Zudem gibt es die Möglichkeit, auf mein Telefonbuch zuzugreifen oder eine Nummer direkt zu wählen. Ein Feature, das meine Kinder sogar ganze 10 Minuten begeistert und sie die folgenden 2 Tage jeden Besucher mit den Worten empfangen lässt: “Mein Papa kann mit seiner Uhr telefonieren!”. Ich frage mich allerdings immer noch, wann man das genau macht. Darüber werde ich dann berichten.
  • Uhr: Ja, man kann sich die Uhrzeit anzeigen lassen, digital oder analog. Es gibt die Möglichkeit verschiedene Alarme einzustellen und auch eine Stoppuhr.
  • Schrittzähler: Zählt die Schritte und rechnet diese nach Eingabe von Körpergewicht und Schrittlänge in verbrauchte kcal um.
  • MusikplayerSchlafmonitor: Misst irgendwie wie man schläft und zeigt die Schlafqualität an. Konnte ich nicht testen, da ich mit solch einem Riesending an der Hand nicht schlafen kann.
  • Musik: Man kann von der Uhr aus auf die Musik am Handy zugreifen und diese abspielen. Allerdings erschallt diese direkt an der Uhr, was nicht gut klingen kann, aber doch zumindest so gut, daß man einzelne Lieder erkennen kann.
  • Anti verloren: Etwas komischer Name, aber im Grund macht die Funktion nichts anderes, als daß die Uhr vibriert, wenn die Bluetooth Verbindung zum Handy getrennt wird. Für Menschen, die öfter ihr Handy vergessen ist das vielleicht ganz hilfreich.

Folgende Features konnte ich nicht testen, da ich kein Android Handy besitze, obige Features funktionieren alle mit einem iPhone.

  • Kamera: Laut Anleitung soll ich von der Uhr aus die Kamera auf meinem Handy auslösen können. Wenn das geht, finde ich das praktischer als einen Zeitauslöser.
  • Messaging: Eintreffende Nachrichten werden auf der Uhr angezeigt. Soweit ich sehen konnte, aber nur SMS

Fazit

Eigentlich ein Wahnsinn, was man für nur 30 Euro so alles plötzlich am Handgelenk tragen kann. Das Design und der Tragekomfort sind nicht sehr gut, aber man kann sich ausmalen, wo die Reise hier hingehen wird, spätestens wenn Apple in den Markt einsteigt. Wenn ich daran denke, was mein erstes D-Netz Portable 1992 konnte und wie ich mich 2006 durch einen ganzen Roman auf dem monochromen Handydisplay von meinem Nokia gelesen habe (wirklich, es gibt Zeugen), dann kann ich mir vorstellen, daß Smartwatches oder auch sonstige Wearables zukünftig wirklich  Einfluss auf unser Leben haben werden. Der Vorteil liegt auf der Hand, bzw. dann eben nicht mehr. Ein Handy muss ich festhalten, eine Smartwatch nicht, somit bekommen wir endlich wieder unsere Hände frei.

Was bringen solche intelligenten Wearables für die Verlagswelt? Heute erst mal noch nichts und in Zukunft auch nur, wenn die Verlage es schaffen ihr Jahrhunderte alten Formate auf die neuen Geräte “umzudenken”. Keine leichte Aufgabe, aber es wird eine Lösung geben und wenn sie die Verlage nicht finden, dann findet sie eben jemand von außerhalb der Branche und setzt uns alle ins Aus. Ich bin dafür, daß die Verlage hier selbst ihre Wege finden und zwar ohne Vorbehalte oder überzogene Ablehnung der neuen Technik. Es bedarf neuer Experimentierfelder in den Verlagshäusern auf denen wild experimentiert werden darf und auch mal übertrieben werden darf, selbst wenn es keinen direkten Profit gibt.

Ich trage jetzt erstmal meine Smartwatch, auch wenn sie noch lange nicht das Gelbe vom Ei ist, denn nur dann weiß ich was ich wirklich will und spätestens im April wird sich diese Welt ganz anders drehen.

Software-News: InBook-Marketing und Leseproben mit Schnell-Zugriff und neuer Übersicht

Software NewsMit dem Erweitern des Funktionsumfangs von Software steigt immer auch zwangsläufig der Komplexitätsgrad, oft aber nicht die Übersichtlichkeit. Deswegen haben wir die Module “InBook-Marketing” und “Leseproben” nicht nur mit neuen Funktionalitäten ausgestattet sondern auch der Usability und dem schnellen Erschließen der relevanten Informationen für den Nutzer klare Priorität gegeben.

Im Modul “InBook-Marketing” erscheint nun zunächst eine Übersichtsseite, die nicht nur das Anlegen neuer Marketing-Aktionen erlaubt, sondern auch alle Titel mit “Inbook-Marketing” übersichtlich darstellt. Von dort kommen Sie auf eine neue Einzeltitel-Seite, die kompakt alle relevanten Informationen vorhält wie die letzte Auslieferung, in welchen Titeln das ausgewählte eBook beworben wurde respektive welche Titel darin beworben werden. Zusätzlich werden die aktuellen Daten aus dem Modul “Amazon Sales Rank” dargestellt (falls gebucht), sodaß sich alle nötigen Informationen übersichtlich an einem Ort befinden.

Ähnliches findet sich jetzt auch im Modul “Leseproben“. Neben der Möglichkeit, neue Leseproben zu erstellen und zu versenden wird jetzt auch eine Übersicht dargestellt, in welcher sich die entsprechenden Titel finden, für die Leseproben erstellt wurden, mit der Möglichkeit, diese direkt (etwa zur Prüfung) aufzurufen. Besonders interessant im Titel-Vergleich: die Anzahl der aktuellen Downloads. Und mit einem Klick lassen sich Detailgrafiken aufrufen, die den zeitlichen Verlauf der Leseproben-Downloads übersichtlich darstellen.

Teaserbild: Pixabay/Geralt

Software-News: Digitaler Beleg-, Lese-, Rezensionsexemplar-Versand

Shakespeare_and_Company_bookshopDer Einsatz von eBooks als Belegexemplare etwa für Autoren, Rezensionsexemplaren für Presse und Blogger, aber auch Lese-Exemplare für ausgesuchte Endkunden, vor allem aber für den Buchhandel, etabliert sich mehr und mehr in der Verlags-Branche. Die vielen Vorteile liegen auf der Hand, vor allem für Verlage: das Einsparen von Druck- und Versandkosten, losgelöst davon aber auch eine betriebswirtschaftlich günstige Vergrößerung des Verteilers. Die Frage, ob 100 oder 1000 Lese-Exemplare gedruckt werden sollen spielt bei einem theoretisch unendlich vervielfältigbaren Produkt wie dem eBook keine Rolle mehr.

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Schon sehr früh hat readbox deswegen gerade die Softwaremodule rund um digitalen Beleg-, Lese- und Rezensionsexemplarversand priorisiert und entwickelt diesen Bereich auch permanent weiter. Neben der reinen, auf Wunsch auch DRM-geschützten Bereitstellung eines eBooks und einer komfortablen Versandautomatik bis hin zur Nachverfolgung, ob ein eBook auch heruntergeladen wurde (mit der Möglichkeit, hier per E-Mail nachzufassen im Sinne eines Mail-Lifecycle-Systems) gab es immer wieder Verfeinerungen, die zusammen mit den Partner-Verlagen entwickelt wurden.

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Etwa die Möglichkeit, automatisiert in Rezensionsexemplare eine Sperrfrist “einzudrucken” – für die Pressearbeit ein wichtiger Faktor, der bisher immer manuelle Nacharbeiten seitens der Verlage erforderte.

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Ein weiterer wichtiger Punkt für Verlage und aktuell realisiert: Sie können nun festlegen für wieviele Downloads ihr Link gültig sein soll bzw. können eine zeitliche Gültigkeit des Downloadlinks festlegen. Dies gibt Verlagen die “Hoheit” über ein herausgegebenes eBook zurück.

Piper Leseexemplare

All diese Vorgänge können komfortabel über das readbox Kundencenter abgebildet werden. Wie aber kann der Transfer von Interessenten-Wünschen und Adressen vom Nutzer zum Verlag und dann möglichst automatisiert in das Kundencenter vor sich gehen? Hier hat readbox zusammen mit dem Piper Verlag eine Lösung gefunden, die sich unter http://www.piper.de/lesexemplare befindet.Unter der Piper-Domain und im Piper-Design wurde sozusagen eine Landeseite eingebunden, die den digitalen Lese-Exemplar-Service des Verlages abbildet. Journalisten und Buchhändler können sich hier die gewünschten eBooks auswählen und diese bequem (mit Abfrage von für den Verlag relevanten Adressdaten, dem Namen der Buchhandlung, der Verkehrsnummer etc.) bestellen. Die notwendigen Daten fließen in das Kundencenter und der Verlag kann diese dann schnell, bequem und kosteneffizient versenden. Gerade die Integration in Webseiten der Verlage spielt einerseits die Stärken softwaregesteuerter Prozesse aus und ist gleichzeitig ein echter Service-Mehrwert für die Zielgruppen der Verlage.

E-Book-Neuland für Zeitschriftenverlage voraus! (Teil 2)

Kompass ebooksViele (Fach)Zeitschriftenverlage haben für sich das Thema E-Book noch nicht entdeckt – dabei kann hier für Kunden- wie Verlagsseite echter Mehrwert und zusätzliche Erlöse generiert werden. Von Steffen Meier

Neue Lesegeräte, alte Inhalte
Im Fokus vieler Buchverlage sind Endgeräte, die “Single-purposed Devices” (also Geräte, die weitgehend im Leistungsumfang nur einem Zweck dienen) sind: der „klassische“ E-Reader. Aber schon mit dem Eindringen des Tablets als Lesegerät, und zwar im weltweiten Vergleich deutlich häufiger anzutreffen als E-Reader, zeigt sich ein Wandel hin zu “Multi-purposed Devices”, der stetig weitergeht, was dazu führt, dass das weltweit führende Lesegerät für digitale Inhalte aller Art, aber eben auch das klassische E-Book, das Smartphone ist.

„Content follows Device“, dies war schon beim Übergang von der Schriftrolle zum gebundenen Buch so und wird sich hier wieder bestätigen. Und die Nutzungssituation des Smartphones bis hin zur Display-Größe wird zukünftige Inhalte beeinflußen, nicht mehr die Seitenzahl, sondern die Dauer des Lesevorgangs wird entscheidender, aus dem langen Fließtext wird ein Informationsfragment. Und dies ist ein wiederum für Fachzeitschriftenverlage täglich Brot, deren Redaktionen darauf getrimmt sind, mit minimalem Umfang das optimale an inhaltlichem Mehrwert zu generieren.

Aber E-Books fallen nicht vom Himmel!
Bei all den „Opportunities“ darf aber nicht vergessen werden, dass für Fachzeitschriftenverlage im Kontext E-Book einige Hausaufgaben zu erledigen wären. Zum einen müssen durch den Verkauf über die E-Book-Plattformen neue Vertriebswege aufgebaut werden.

Wenn wir aber über adäquate Inhalte reden, dann sollte dabei nicht die reine Zweitverwertung bestehender Print-Inhalte das Hauptziel sein. Sondern die Generierung nutzwertiger Inhalte für den Leser. Dabei spricht nichts dagegen, Zeitschriftenartikel zu bündeln. Aber diese müssen in einem Kontext stehen, etwa wenn ein Thema im E-Book umfassend abgebildet wird, während es in der Zeitschrift über einen längeren Zeitraum in Informationshäppchen veröffentlicht wurde. Oder es verändern sich äußere Umstände, etwa durch den Markteintritt eines neuen Produkts, eine Gesetzesänderung o.ä. die ein kuratiertes Bundling von Zeitschriftenartikel erforderlich machen. Oder ein Zielgruppenthema wird in einem Artikel fokussiert, in einem zugehörigen E-Book ausführlich behandelt. Oder man trennt klar und schafft komplett neue Inhalte für E-Books. Hier ist natürlich stark die Redaktion gefragt, die aber meist ihre Zielgruppe besser kennt als die klassischen Lektorate in Buchverlagen es tun.

E-Books tun nicht weh – wirklich!
Viel verändert sich in den Zielgruppen, sei es Leseverhalten oder Hardware-Nutzung. Viel verändert sich in den digitalen Produktformen und Märkten. Interessanterweise sind an vielen Punkten, die zukünftig entscheidend sein werden, gerade die Fachzeitschriftenverlage bestens aufgestellt, vor allem in der mentalen Einstellung zu diesen neuen Produkten, aber auch dem Leser und Kunden von heute, besitzen langjährige Erfahrung und Instrumente, die klassische Buchverlage gerade erst aufzubauen beginnen. Ob man diese Chance letzten Endes ergreift oder nicht, ist die eine Sache. Eine andere ist die, ernsthaft darüber nachzudenken. Eigentlich eine gute alte Verleger-Tugend.

Der Artikel erschien zuerst im SZV letter

Teaserbild: Nico Kaiser

E-Book-Neuland für Zeitschriftenverlage voraus! (Teil 1)

Kompass ebooksViele (Fach)Zeitschriftenverlage haben für sich das Thema E-Book noch nicht entdeckt – dabei kann hier für Kunden- wie Verlagsseite echter Mehrwert und zusätzliche Erlöse generiert werden. Von Steffen Meier

Im Moment findet das E-Book-Geschäft weitgehend noch abseits der Fachzeitschriftenverlage statt und ist eine reine Domäne der Buchverlage. Dabei dürfte es sich inzwischen auch hier herumgesprochen haben, dass der deutsche E-Book-Markt nicht nur ein ansehnliches Volumen, sondern auch eine dynamische Entwicklung in den letzten Jahren vollzogen hat. Und lässt man einmal die geistigen Grenzen zwischen Buch- und Zeitschriftenverlagen hinter sich, steht im Mittelpunkt aller Bemühungen eines: die Produktion von relevanten Inhalten. Zudem haben Fachzeitschriftenverlage gegenüber „reinen“ Buchverlagen einige Vorteile, die auch im E-Book-Markt ausgespielt werden könnten.

Discoverability und Marke
In Buchverlagen ist derzeit Thema Nummer eins: Discoverability. Dahinter verbirgt sich kein neues Marketing-Mätzchen, sondern die ganz ernsthafte Problematik, wie Buchverlage im Digitalen Sichtbarkeit für ihre Produkte erreichen können. Schließlich war dies in der Vergangenheit Aufgabe des Buchhandels. Diese guten alten Zeiten befinden sich aber im Zeitalter von E-Commerce nicht nur im Wandel, die Situation kippt geradezu – zu Ungunsten des Buchhandels und damit auch der Sichtbarkeit der Buchverlage. Zudem haben die wenigsten Verlage eine klare Markenstrategie verfolgt, womit auch dieses Element zur Sichtbarmachung der eigenen Produkte und auch als Qualitätsversprechen erst mühsam entwickelt werden muss.
Im Gegensatz dazu haben aber viele Fachzeitschriftenverlage in den letzten Jahren viel Energie und Ressourcen investiert, um durch ausgedehnte Online-Aktivitäten, etwa die Verbesserung der Auffindbarkeit in Suchmaschinen aber auch durch teilweise umfangreichen Online-Content im Rahmen der eigenen Web-Präsenz Sichtbarkeit zu schaffen. Zwar war bei vielen die ursprüngliche Intention die der Abonnentengenerierung und/oder der Schaffung von Reichweite für Anzeigenkunden. Aber dieses Know-how kann mühelos auch auf den Bereich der E-Books übertragen werden. Und auch das Definieren und Nachhalten einer klaren Marken-Strategie gehörte und gehört hier ebenfalls zum täglichen Brot der Verleger.

Sprich mit dem Kunden!
Für viele Buchverlage ist, wie oben ausgeführt, die direkte Kundenbeziehung terra inkognita. Für Fachzeitschriftenverlage aber täglich Brot. Und damit ein „Asset“, das problemlos ausgespielt werden kann. Konkret, wenn es darum geht, die eigenen Produkte zu bewerben. Denn auch die großen Handelsplattformen bieten zwar rudimentäre buchhändlerische Funktionen wie Handels- oder Empfehlungsmarketing. Aber diese spielen nicht die einzige und in Zukunft auch abnehmende Rolle wenn es darum geht, einen Kaufimpuls auszulösen. Während Buchverlage händeringend überlegen, wie sie an verwertbare Kundendaten kommen könnten (denn die hatte ja durch den Käuferkontakt der Buchhandel), sitzen hier viele Fachzeitschriftenverlage auf einem wahren Datenschatz, der in der Vergangenheit primär auf die Gewinnung neuer Abonnenten ausgerichtet war. Die direkte Kundenansprache läßt sich also auch auf andere Bereiche ausdehnen, etwa die Bewerbung eigener E-Books.

Wen bedienen: die großen E-Book-Handelsplattformen oder die eigene Präsenz?
Im Prinzip spricht hier alles für „das eine tun ohne das andere zu lassen“. So können die E-Book-Produktionen von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen auf den großen Handelsplattformen angeboten werden, um neue Kundengruppen zu erreichen. Während man auf der eigenen Präsenz nicht nur neue Erlösquellen generiert, sondern durch ein passendes E-Book-Angebot die eigene Marke und deren Nutzenversprechen stärkt, Kundenbindung betreibt und auch durch geschicktes Agieren die eigenen (und neu hinzugekommen) Kundendaten ausbaut.

Der Artikel erschien zuerst im SZV letter

Teaserbild: Nico Kaiser