2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (vierter und letzter Teil)

Die Welt vor 15 Jahren war eine andere – und sie wird sich auch in den kommenden 15 Jahren nicht weniger (und nicht weniger schnell) verändern. Das legt auch eine Studie nahe, die über den Forschungszeitraum von zwei Jahren (2015-2017) fünf Megatrends zu der Fragestellung „Was glauben Bürger und Experten, wie die Zukunft sein wird, und was halten sie davon?“ identifiziert hat – mit einiger Relevanz und Konsequenz auch auf die Art und Weise, wie wir in Zukunft Geschäfte machen werden.

Teil 1 bis 3 dieser Beitragsserie (zu den Megatrends „Algorithmisierung“, „Verwertung“ und „Gestaltung“) sind am 31. Juli, 7. und 14. August 2017 erschienen und hier, hier bzw. hier verfügbar. Im heutigen Beitrag geht es um den Trends „Re-Lokalisierung“:

 

5. Re-Lokalisierung

 

Auch das ist ja eine Weisheit: Jeder Trend erzeugt einen Gegentrend. Und so ist es, wenn man der Studie hier glaubt, dann auch mit der zunehmenden Technisierung, Komplexität und Globalisierung. „Re-Lokalisierung“ beschreibt in diesem Zusammenhang die „Rückbesinnung und Rückbindung an die lokale Umwelt – auf wirtschaftlicher, politischer und persönlicher Ebene“.

Politisch sehen wir das ja auf internationalem Parkett vielerorts: Trumps „America First“, der „Brexit“ und viele andere, teils extreme nationalistische oder religiöse Entwicklungen in anderen Ländern und Regionen – auch in Frankreich oder Deutschland. Die gestiegene Komplexität ist am Ende ja genau der Nährboden für den Populismus, den wir seit einiger Zeit in all seinen Facetten jeden Tag erleben – am Ende sehnen sich die Menschen nach der „guten alten Zeit“ zurück, in der alles einfacher, überschaubarer, kontrollierbarer und für den Einzelnen (jedenfalls gefühlt) besser war. Was natürlich oft dabei ignoriert wird: The grass is always greener on the other side

Wirtschaftlich gesehen kann aber vielleicht insbesondere der Handel von dem Megatrend der „Re-Lokalisierung“ profitieren. Und hier haben vor allem die kleineren, lokalen Unternehmen (naturgemäß) einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den großen Ketten. Kundennähe definiert sich hier durch „echte“ regionale Verwurzelung – und das sollte sich wahrscheinlich auch im Angebotsportfolio widerspiegeln. Die Zusammenarbeit der im Dortmunder Stadtteil Hörde ansässigen Buchhandlung „transfer.“ mit dem Arbeitskreis „Hörde damals“ ist so ein Beispiel für die bewusste Positionierung des Anbieters im Ort.

Und für Verlage? „Re-Lokalisierung“ der Bedürfnisse und Affinitäten der Zielgruppen verstärkt in letzter Konsequenz wiederum einen anderen der fünf in der Studie identifizierten Megatrends, nämlich die Fragmentierung. Auf der einen Seite erreiche ich technisch in Zeiten der Digitalisierung überall auf der Welt die Menschen so einfach und schnell und kostengünstig wie nie zuvor. Der Zugang, die Verfügbarkeit am Ort der jeweiligen Zielgruppe ist also leicht sicherzustellen – darüber werden die Anbieter keinen Wettbewerbsvorteil mehr erlangen können. Aber die thematische Affinität zu erkennen, dort wo immer mehr und immer kleinere Themen immer fragmentierter sind und also in immer kleineren Nischen zu bedienen sind – das wird zum wesentlichen Faktor, der über Erfolg und Misserfolg der Inhaltevermarktung (Content Marketing) entscheidet.

Und da schließt sich dann der Kreis: Denn ohne die Bereitschaft, das Thema „Algorithmisierung“ offensiv anzugehen und in den eigenen Strukturen und Systemen umzusetzen, wird es nicht – und schon gar nicht profitabel – gelingen, die vielfältigen Zielgruppen in ihren vielfältigen Bedürfnissen im Zeitpunkt der größten Aufmerksamkeit über den richtigen Kanal mit dem richtigen Produkt und der richtigen Botschaft zum Kauf meines Produktes zu bewegen. Der Schlüssel dazu: Die konsequente Automatisierung von Herstell-, Marketing- und Vertriebsprozessen. Verlag 4.0 sozusagen. Um auch in 5, 10 und 15 Jahren noch wirtschaftlich erfolgreich sein zu können. Denn ohne wirtschaftlichen Erfolg werden wir auch unserem Kultur- und Bildungsauftrag in der Branche nicht mehr gerecht werden können.

 

Zur Studie (von der Studien-Website)

Die Studie „Values & Visions 2030“ ist als Zukunfts- und Wertestudie angelegt, die methodisch weitgehend dem klassischen Delphi-Ansatz folgt, angesichts des panoramischen Anspruchs jedoch um zusätzliche methodische Module erweitert wurde. Die Vorgehensweise bestand dabei aus abwechselnden Phasen der Datenerhebung und Datenanalyse.

Um als erstes die fünf Megatrends zu identifizieren, haben wir einen qualitativen, theoretischen Ansatz gewählt und Literatur und persönliche Expertengespräche ausgewertet. Im zweiten Schritt haben wir aus den Megatrends sogenannte Wertethesen entwickelt. Diese wurden in einer repräsentativen Online-Befragung von Bürgern und Experten bewertet, also einer quantitativen Prüfung in der Praxis unterzogen. Dabei wurden die Teilnehmer mit Zukunftsszenarien konfrontiert und gefragt, wie verbreitet diese in Zukunft sein werden und ob das überhaupt wünschenswert wäre. Ihre Antworten spiegeln sich in acht Wertefeldern wider, die wir im letzten Schritt analysiert haben. Zusammengefasst: Was glauben Bürger und Experten, wie die Zukunft sein wird, und was halten sie davon?

http://www.values-visions-2030.com/home.html

2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (vierter und letzter Teil)

2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (dritter Teil)

Die Welt vor 15 Jahren war eine andere – und sie wird sich auch in den kommenden 15 Jahren nicht weniger (und nicht weniger schnell) verändern. Das legt auch eine Studie nahe, die über den Forschungszeitraum von zwei Jahren (2015-2017) fünf Megatrends zu der Fragestellung „Was glauben Bürger und Experten, wie die Zukunft sein wird, und was halten sie davon?“ identifiziert hat – mit einiger Relevanz und Konsequenz auch auf die Art und Weise, wie wir in Zukunft Geschäfte machen werden.

Teil 1 und 2 dieser Beitragsserie (zu den Megatrends „Algorithmisierung“, „Verwertung“ und „Gestaltung“) sind am 31. Juli und 7. August 2017 erschienen und hier bzw. hier verfügbar. Im heutigen Beitrag geht es um den Trend „Fragmentierung“:

 

4. Fragmentierung

Früher war doch alles irgendwie einfacher. In jedem Fall überschaubarer. Oder? Durch das Internet ist die Welt ein ganzes Stück kleiner geworden, denn es schafft Zugang zu Ressourcen und Möglichkeiten, die früher überhaupt nicht sichtbar – und schon lange nicht so einfach erreichbar waren. Mit zunehmender Entwicklung der Kommunikationstechnologien und des Internets, immer schnelleren Zugängen, immer mobileren Geräten und Anwendungen verschwimmen auch die Rollenbilder – der Konsument hat durch die Entwicklung der letzten 15 Jahre erheblich an Macht gewonnen (siehe den schon im letzten Beitrag verlinkten 3-Minuten-Vortrag von Prof. Dr. Peter Kruse) . Aus der rein passiven konsumierenden Position ist die Rolle des Prosumenten erwachsen. Der Zugang zum Markt stellt keine Einstiegshürde mehr dar, und auch Herstellungstechnologien werden für den Einzelnen plötzlich nutzbar. Self Publishing ist ein Paradebeispiel dafür.

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2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (dritter Teil)

2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (zweiter Teil)

Die Welt vor 15 Jahren war eine andere – und sie wird sich auch in den kommenden 15 Jahren nicht weniger (und nicht weniger schnell) verändern. Das legt auch eine Studie nahe, die über den Forschungszeitraum von zwei Jahren (2015-2017) fünf Megatrends zu der Fragestellung „Was glauben Bürger und Experten, wie die Zukunft sein wird, und was halten sie davon?“ identifiziert hat – mit einiger Relevanz und Konsequenz auch auf die Art und Weise, wie wir in Zukunft Geschäfte machen werden.

Teil 1 dieser Beitragsserie (zum Megatrend „Algorithmisierung“) ist am 31. Juli 2017 erschienen und hier verfügbar. Im heutigen Beitrag geht es um die Trends „Verwertung“ und „Gestaltung“:

 

2. Verwertung

Jede Tätigkeit oder Eigenschaft wird zunehmend mit dem Zweck verknüpft werden, aus ihnen Kapital zu schlagen. Sie werden also sozusagen ihres Selbstzwecks beraubt. Niemand tut mehr etwas, um den Moment zu genießen und für das zu nehmen, was er ist. Wie die Studie sagt:

Die Schönheit des Moments wird höchstens ausgekostet, wenn sie gleichzeitig nützlich ist. Die Motivation, seine Freizeit angenehm zu gestalten, wird dem Drang zur mess- und vergleichbaren Optimierung untergeordnet.

Jede Handlung, jedes Erlebnis würde „nur noch unter dem Gesichtspunkt der Verwertbarkeit betrachtet“.

Wobei auch das eigentlich nicht neu ist. Zum Beispiel gibt es schon sehr lange diese Betrachtung, die ihren Ursprung im Direktmarketing hat und beschreibt, warum (also aus welcher Motivation heraus) Menschen Kaufentscheidungen treffen. Nämlich dann, wenn mindestens eine der folgenden vier Bedürfnisse befriedigt werden:

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2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (zweiter Teil)

2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (erster Teil)

Die Welt 2002, vor 15 Jahren: Im Kino lief der erste Teil von Ice Age, der zweite Teil der Harry-Potter-Geschichte („… und die Kammer des Schreckens“) und „Kick it like Beckham“, und die laut Chip Magazin „schönsten Handys des Jahres“ sahen so aus (das iPhone – und damit das Smartphone wie wir es heute kennen – war noch 5 Jahre entfernt):

Facebook gab’s noch nicht (gegründet 2004), nicht einmal Studi VZ (gegründet auch erst 2005). YouTube? Nö. (2005). Instagram? Lange nicht (2010). … Netflix gab’s schon (gegründet 1997), hat aber 2002 noch Filme auf DVD und VHS-Kassetten (ja, auch die gab’s noch) per Post an die Kunden versendet – ins „Video-on-Demand-Geschäft“ stieg man erst 2007 ein. Es gibt noch mehr Beispiele – aber ich denke, es wird auch so klar: Die Welt vor 15 Jahren war eine andere.

Und sie wird sich in den kommenden 15 Jahren nicht weniger (und nicht weniger schnell – im Gegenteil) verändern.

Das illustriert eine interessante Studie, über die ich gestolpert bin („Values & Visions 2030“ der GIM Gesellschaft für innovative Marktforschung) und die meines Erachtens auch eine recht hohe Relevanz für unser Tun hier in der Buchbranche hat. Über 2 Jahre, im Zeitraum 2015-2017, lief die Studie (deshalb der Blick auf den Zeitraum von 15 Jahren … 2015-2030 …).

Die Experten von GIM sagen dazu:

Digitalisierung und Globalisierung verstärken und beschleunigen sich gegenseitig und werden dies auch in Zukunft tun. Unsere Art zu kommunizieren, zu arbeiten, unsere Freizeit zu gestalten, unsere Gemeinwesen zu organisieren, aber auch unser Umgang mit dem eigenen Körper und viele andere Dinge könnten daher in fünfzehn Jahren schon sehr anders aussehen als heute.

Substantielle Veränderungen von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen sind zu erwarten – Megatrends, die auf einer großen, globalen Skala angesiedelt sind. Den tiefgreifenden Einfluss, den Megatrends auf unser Leben bis 2030 und auch darüber hinaus entfalten, werden wir sowohl in unserer privaten Umgebung spüren als auch quer durch alle Wirtschaftsbranchen. Das wird zu Grenzverschiebungen und Grenzauflösungen führen: Vieles, was uns bis heute bekannt erschien, wird sich morgen schon ändern. Wir müssen uns neu orientieren.

Unter anderem ergaben sich aus einer repräsentativen Online-Befragung 5 Megatrends: Algorithmisierung, Verwertung, Gestaltung, Fragmentierung und Re-Lokalisierung. Klingt erstmal wenig greifbar. Wird es aber, wenn man sich etwas damit beschäftigt. Deshalb diese Artikelserie.

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2002, 2017, 2030: Fünf Megatrends und ihr Einfluss auf unser Leben – und Ihr Geschäft (erster Teil)

Von veränderter Mediennutzung, Viellesern, Preispolitik, der Automatisierung von Geschäftsprozessen und der Pflicht zu forschen und zu entwickeln (Buchmarkt Sonntagsgespräch vom 11.6.2017)

Das folgende Interview ist zuerst als „Sonntagsgespräch“ im Buchmarkt erschienen. 

Vor einem Jahr sprachen wir mit Ralf Biesemeier (Geschäftsführer readbox) darüber, wieso sich die Branche um neue, jüngere Zielgruppen (und ihre individuellen Anforderungen) bemühen müsse – heute fragen wir im Sonntagsgespräch noch einmal nach:

BuchMarkt: Herr Biesemeier, erläutern Sie doch noch einmal kurz, was Sie mit dem „Richtungswechsel für Verlage“ gemeint ist und welchen neuen Herausforderungen sich Verlage stellen müssen…

Ralf Biesemeier: Neu sind die Herausforderungen eigentlich nicht, sie entwickeln sich aber kontinuierlich weiter. Im Zentrum steht, die Zeit und Aufmerksamkeit gerade der jüngeren, nachwachsenden Konsumenten zu gewinnen (eben die nicht klassischen „Vielleser“ ). Die Entwicklung des Konsum-und Mediennutzungsverhaltens hat sich in diesen Zielgruppen ein ganzes Stück vom Buch entfernt. Wir müssen dafür sorgen, dass uns die jüngeren Konsumenten als zahlende Buchkäufer nicht verloren gehen.

Wo liegen die Aufgaben?

In vielerlei Hinsicht hat das vergangene Jahr gezeigt, wo die Aufgaben liegen. Die Digitalisierung und die mit ihr einhergehende Transparenz, Sichtbarkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Inhalten hat für eine enorme Machtverschiebung von der Anbieter- zur Nachfragerseite gesorgt. Alles ist verfügbar und einem kurzen „Hey Siri“, „OK Google“, „Hey Cortana“ auch findbar. Gleichzeitig wächst das Medienangebot betändig an, ebenso die Anzahl der Kontaktpunkte (Touchpoints), an denen wir die Menschen erreichen. Das Ergebnis: Die Menschen bringen immer weniger Zeit für einzelne Themen, sie beschäftigen sich (zumindest im ersten Kontakt) immer oberflächlicher mit Themen und Angeboten – eine Microsoft-Studie zeigte gerade kürzlich: Das durchschnittliche Aufmerksamkeitsvermögen liegt inzwischen bei gerade mal 8 (!) Sekunden.

Der Trend scheint eindeutig: Das Konzept „Buch“ hat es im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Konsumenten schwer: Immer weniger Menschen lesen Bücher, die Zielgruppe der „Vielleser“ schrumpft kontinuierlich. (Klick auf das Bild öffnet eine größere Ansicht)

In der Gemengelage hat es das „Konzept Buch“ schwer. Als Medium sind Bücher oftmals nicht schnell genug, und ein Buch eignet sich eben auch nicht für den schnellen Konsum oder die kurzfristige Informationsbeschaffung nebenbei. Hier gewinnen mehr und mehr Medien wie Video-oder Audiostreaming, Browserspiele – das ist der Wettbewerb, der uns in den vor uns liegenden Monaten und Jahren intensiver beschäftigen muss. Hier genau liegen die Herausforderungen, und Statistiken belegen dies: Während wir uns (vielleicht aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit) immer wieder zurückziehen auf die (alternde und damit natürlich kleiner werdende Zielgruppe der „Vielleser“ , haben wir für die jüngeren und nachkommenden Generationen offenbar noch kein zeitgemäßes, zufriedenstellendes Angebot gefunden. Insgesamt haben 2015 2,37 Mio. (!) Menschen ab 14 Jahren weniger als noch 2012 mindestens einmal pro Monat ein Buch gelesen. Das ist ein Rückgang um 6,6 % – eine Zahl, die nochmal eine andere Dimension bekommt, wenn man bedenkt, dass laut Statistischem Bundesamt im selben Zeitraum die Bevölkerungszahl in dieser Altersgruppe sogar um knapp über 2% gestiegen ist.

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Von veränderter Mediennutzung, Viellesern, Preispolitik, der Automatisierung von Geschäftsprozessen und der Pflicht zu forschen und zu entwickeln (Buchmarkt Sonntagsgespräch vom 11.6.2017)

Vom eBook-Timeline-Graphen zum kleinen Prinzen

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Wenn Sie oben auf das Bild des brandneuen readbox-Software-Features „Timeline360“ auf Titelbasis“ schauen, was sehen Sie da? Bunte Linien, seltsame Graphen, ein grünäugiges Froschgesicht? Unsere readbox-Timeline stellt aber gar kein Froschgesicht dar. Das klären wir. Ähnlich wie in der Hut-Story im kleine Prinzen, können wir als Urheber der obigen Grafik nicht sicher sein, ob das bloße Anschauen der Oberfläche zu einem gemeinsamen tieferen Verständnis des bedeuteten Bildinhaltes führt. Im kleinen Prinzen geht das so:

kleineprinz

„Ich legte mein Meisterwerk den großen Leuten vor und fragte sie, ob ihnen die Zeichnung nicht Angst mache. Sie sagten: »Warum sollten wir Angst vor einem Hut bekommen?« Meine Zeichnung stellte aber gar keinen Hut dar. Es war eine Riesenschlange, die einen Elefanten verdaut. Ich zeichnete also das Innere der Boa, damit es die großen Leute genau erkannten, denn sie brauchen immer Erklärungen.“

Da wir alle zu diesen großen Leuten gehören, die immer Erklärungen brauchen 😉, erläutern wir an dieser Stelle gern mal das Innere des obigen „readbox-Froschgesichtes“:

Als Software-Unternehmen mit dem Anspruch, Verlagen datenbasiert Kennzahlen zu ihrem digitalen Geschäft zu liefern, halten wir via meine.readbox-Kundencenter seit vielen Jahren für unsere Kunden nützliche Tools wie das statistic.center vor. In dieser statistischen Übersicht liefert meine.readbox die relevanten Kennzahlen für eine erfolgreiche Kontrolle und Analyse Ihres Business: Topseller, Tages- und Wochenumsätze, Aufsteiger des Tages u.v.m.

Aus diesem Anspruch heraus ist unser neues readbox-Timeline360-Feature entstanden, das für ausgewählte Buchtitel die Daten aus Verkäufen, Leseproben, Affiliates und Amazon Sales Ranks zusammenführt und eine übersichtliche Grafik erstellt. Wählen Sie mehrere Titel aus, können Sie die jeweiligen Grafiken in einer gemeinsamen Ansicht vergleichen.

Die readbox-Timeline-Vorteile auf einen Blick:

  • Sie kontrollieren die Titelperformance Ihrer eBooks im zeitlichen Verlauf
  • Sie sehen auf einen Blick titelbezogen maximal diese Kennzahlen:

o   Umsatz, Vergütung, Absatz, Leseproben, Ghostreader, Affiliates, Affiliates Klicks/Anzahl, Amazon Sales Rank digital/print

  • Sie erkennen mögliche Korrelationen innerhalb der Titeldaten und im Vergleich zu anderen Titeln
  • Sie analysieren die Effekte z.B. von Preisaktionen (PA)

Mehr zum Thema Froschgesichter und Statistiken hier.

Mehr zum Thema Hüte und Boas hier.

Vom eBook-Timeline-Graphen zum kleinen Prinzen

Digitales Buchgeschäft in Zahlen 2016 – Die Infografik

Auch in diesem Jahr zeigt die readbox  Interessantes, Erstaunliches und Lehrreiches aus dem digitalem Buchgeschäft via infogram. Als Experten im Digital-Buchvertrieb und -marketing haben wir unsere Aktivitäten aus dem Geschäftsjahr 2016 ausgewertet, statistisch aufbereitet und nach allen Seiten durchleuchten lassen. Das Ergebnis: ein umfassendes Datenbild – mit einigen überraschenden Informationen.

Hier geht’s direkt zur Infografik: https://infogr.am/copy_readbox_in_zahlen_2016

  • Mit Papierschiffchen von Dortmund nach Edinburgh:
    So viele E-Books wurden in 2016 verkauft.
  • Dämpfer für die Nummer 2:
    Der Marktführer unter den Händlern gewinnt Marktanteile zurück.
  • Mit digitalen Leseexemplaren knapp 400.000 Euro gespart
    und mit In-Book-Marketing Conversionraten von über 7% erzielt.
  • für eine bessere Work-Life-Balance:
    11.500 Stunden mehr Freizeit für das Verlagsmarketing!

rückblick2016

 

 

Digitales Buchgeschäft in Zahlen 2016 – Die Infografik