Mehrfachverwertung – Activate your Backlist!

Mehrfachverwertung von Content muss nicht schwierig sein: Digitale Sammelbände schaffen Spaß beim Leser und Freude beim Verleger – richtige Inhalte, Preise und Veröffentlichungszeitpunkte vorausgesetzt. Data Driven Publishing hilft dabei enorm.

Die klassischen beiden Mehrfachverwertungsmethoden in der (Buch)Verlagswelt sind einerseits Lizenzvergaben – vor allem zur Übersetzung ins Ausland – und andererseits verschiedene Ausgaben mit unterschiedlicher Ausstattung: Hardcover, Taschenbuch, Readerausgabe, E-Book, Hörbuch usw. So gut, so bewährt, so langweilig.

Mehrere Faktoren in der aktuellen Entwicklung des Medienkonsumverhaltens begünstigen eine weitere Methode, die besonders für digitale Produkte gut geeignet ist: den guten alten Sammelband in seiner modernen Reinkarnation als E-Book-Bundle.

Faktor 1:

Kurze Texte und einzelne Anleitungen sind zunehmend beliebt. Überall. Nicht nur im Internet. Als Fiction zum Lesen, als Rezept zum Kochen, als Video-Rezension eines Buches etc.

Faktor 2:

Serien-Inhalte sind in allen Medienformen ungemein erfolgreich. Das Konzept à la „Staffel 3, Episode 4“ gilt heute nicht mehr nur für Fernseh-Serien, sondern auch für Heftromane, E-Book-Reihen und Comics. Es ist also beim Endkunden mittlerweile bekannt, gelernt und verstanden.

Faktor 3:

Selbstbestimmung als Wert. In Netflix-Zeiten hat niemand mehr Lust, sich vorschreiben zu lassen, wann er die nächste Folge einer Serien-Staffel schauen darf. Das gilt auch fürs Lesen. Wer Band 1 einer Serie liest, will gleich mit Band 2 weitermachen. Gibt es dann auch noch Band 1-10 als günstiges Angebot, ist es umso besser, die Kaufmotivation ist hoch.

Klar, aus solchen kleineren Inhalten dicke Sammel- oder Themenbände zu erstellen, ist keine neue Idee, der Autor dieser Zeilen besitzt seit vielen Jahren ein eigenes Perry-Rhodan-Silberband-Regal von Band 1 bis 140 und (fast) alle erdenklichen Star-Trek-Serien-DVD-Boxen. Warum also sollte das alles ausgerechnet jetzt wieder spannend sein?

Mit dem meine.readbox bundle creator erstellen Sie neue Produkte aus existierenden Titelbeständen. In Minuten. Und mit großem Umsatzpotenzial: 2017 stieg der Umsatz der „gebundleten“ Titel im Durchschnitt um das 19-fache (ggü. dem Umsatz der Einzeltitel vor Veröffentlichung des Bundles)!

Weil es via Technologie mittlerweile einfach, kostengünstig und ungemein schnell möglich ist, aus mehreren kleinen E-Books ein großes herzustellen. Neues Cover, neuer Metadatensatz, automatisch generiertes epub (und mobi – die 50%+ Kindle-Nutzer im Markt sollten nicht ignoriert werden), fertig. Das dauert Minuten. Keine Tage oder gar Wochen. Weil der gesamte Vorgang durch Software automatisiert gesteuert wird. Wahlweise im Marketing, im Lektorat oder im Vertrieb. Und ohne die begrenzten Ressourcen in der Herstellung noch zusätzlich belasten zu müssen

Weil wir heute durch Tausende von Verkaufsdaten wissen, wann der ideale Zeitpunkt für die Erstellung und Veröffentlichung eines Sammelbandes im Verhältnis zu seinen Einzelbänden ist.

Weil wir durch Analysen wissen, wie hoch der ideale Verkaufspreis für ein E-Book-Bundle sein muss, um einerseits für die Endkunden attraktiv zu sein und andererseits den Umsatz zu maximieren.

Weil wir durch semantische Auswertung der Inhalte in Verbindung mit den Verkaufszahlen sehr gut prognostizieren können, welche Themen besonders beliebt sind und welche Einzelbände sich für Bundles eignen.

Die wichtigsten readbox-KPIs für E-Book-Bundles in 2017:

  • 429 verschiedene Bundles von 11 Kundenverlagen standen zum Verkauf.
  • Sie wurden insgesamt 56.385 mal verkauft. Also durchschnittlich 131 Verkäufe pro Sammelband.
  • Mit eBundles wurden so 512.791 € Umsatz erwirtschaftet, das sind 1.195 € pro Bundle. Zusatzumsatz bei minimalen Kosten wohlgemerkt. Durch reine Zweitverwertung von Backlisttiteln.

Fazit: Wer über modulare Inhalte wie Serien, Anleitungen, Rezepte, Zeitschriften-Artikel aus Rubriken verfügt, kann mit etwas Zielgruppen-Know-how und geringem finanziellen Einsatz via E-Book-Bundles signifikanten Zusatzumsatz generieren.

Ob es sich lohnt? Im Durchschnitt haben unsere Verlage im vergangenen Jahr (2017) den Umsatz der „gebundleten“ existierenden Titelbestände durch die automatisch erstellten Mehrfachbände (Bundles) ver-19-facht (sic!).

Falls Sie das einfach mal ausprobieren wollen, melden Sie sich bei uns. In diesem Sinne: Activate your Backlist!

PS: Das readbox-Bundle mit dem absolut größten Umsatz (hier: Vergütung für den Verlag) war 2017 übrigens kein Serienstoff, sondern ein Autorinnen-Sammelband:

Karin Slaughter, „Thriller-Bundle Vol. 1 (Tote Blumen / Pretty Girls)“, HarperCollins, 9783959677448 – epub, mobi – 8,99€

 

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