Datenanalyse und Literaturbetrieb – als Chance

odometer-922377_640„The End of the Human Publisher?“ titelte vor kurzem etwas plakativ Flavorwire. Dem vermeintlichen Untergang des Abendlandes lag eine Meldung des Berliner Startups Inkitt zugrunde, die auf der Grundlage von Lesevorlieben ihrer Community einen Titel mit hohem Absatzpotential identifiziert hatten (auf der Plattform können Autoren ihre Texte einreichen, die dann von der Community gelesen werden können), der bei Tor Books, einer Tochter von Macmillan, nächstes Jahr in gedruckter Form erscheinen soll. Data Driven Publishing also, wie es der buchreport betitelte.

Daraufhin ging ein Grummeln durch die Branche, so etwa ein Hamburger Verleger: „Das hat die Welt gebraucht: Bücher, die mit einem ähnlichen Verfahren kompiliert werden, wie der Facebook-Newsfeed. Spannend! Innovativ! Bullcrap!“

Hier liegen schlicht Missverständnisse darüber vor, was Maschinenlogik für den Verlagsbetrieb bedeutet – Grund genug, einmal die Hintergründe genauer zu beleuchten. Im Kern geht es nämlich um auf Datenanalyse beruhende Programmplanung.

Auch wenn die Berichterstattung um Inkitt sehr missverständlich war: es geht im Prinzip nur darum, aufgrund einer Zielgruppenanalyse ein passendes Produkt, eine passende Produktform zu generieren. Das ist seit Bestehen der Branche täglich Brot des Verlegers: ein Produkt (idR gedruckt) für eine bestimmte Zielgruppe zu machen, und zwar auf einer wirtschaftlich möglichst ertragreichen Basis.

Auch die viel gerühmte „Überraschungs-Literatur“ mit dem Impetus, den Leser mit etwas zu überraschen, das er eigentlich im ersten Moment gar nicht gesucht hat, unterliegt diesem Prozess. Auch hier kann man jemand nur überraschen wenn man möglichst viel von ihm weiß. Und es darf auch nicht vergessen werden, dass die Diskussion um ach so böse Algorithmen gerne stimmgewaltig von Verlegern autorengetriebener Belletristik geführt wird. Tatsächlich stehen diese nur für einen Bruchteil der Verlagsbranche – Diskussionen um analysegestützte Programmplanung werden mit einem Fachbuch- oder gar Fachzeitschriftenverleger anders oder gar nicht geführt.

„Predictive data analysis is the way of the future” sagt folgerichtig Ali Albazaz, Inkitts Gründer und CEO, und er meint damit eine mit heutigen technologischen softwaregestützen Mitteln mögliche Sammlung an Markt- und Kundenwissen, die in dieser Form in der Vergangenheit nicht möglich war. Man mag dies „Big Data“ oder „Small Data“ nennen, am Ende ist es entscheidend, die relevanten Daten für Management- oder Produktentwicklungsprozesse zur Verfügung zu haben. Welche Inhalte für welche Zielgruppe in welcher Produktform in welchen Quantitäten? Diese Fragen müssen valide beantwortbar sein.

Gleichzeitig kommt ein weiterer Punkt zum Tragen: relevante Daten müssen schnell zur Verfügung stehen. Nicht, weil Software-Analysesysteme dies können – sondern weil Märkte, Zielgruppen, Leser heute viel fragmentierter, viel schneller, auch „sprunghafter“ in ihren Lese- und Kaufentscheidungen sind. Und, genauso wichtig: die angeschlossenen Prozesse müssen ähnlich schnell sein. Das auf der Basis der Zahlen von Inkitt ermittelte „optimale“ Buch wird gedruckt erscheinen – irgendwann 2017. Ob der Leser von heute ein Jahr auf sein Wunschprodukt warten will? Eher unwahrscheinlich. Und schlimmer: Was, wenn ein Mitbewerber mit schlankeren Prozessen ein adäquates Produkt nicht 2017, sondern noch in diesem Sommer veröffentlicht?

Aus diesem Grund beschäftigt sich readbox seit Jahren mit Themen wie „Data Analytics“, „Business Intelligence“ und vielem mehr. Ziel ist es, unseren Kunden ein Set an wirklich relevanten Daten für eben jene oben erwähnten Management-Prozesse an die Hand zu geben, um die richtigen Entscheidungen heute treffen zu können – und nicht die falschen morgen. Sprechen Sie uns an!

Datenanalyse und Literaturbetrieb – als Chance

Bessere Typografie im neuen KFX-Format von Amazon

Amazon hat für seinen eReader Kindle eine eigene Schriftart Bookerly entwickeln lassen und gleichzeitig die Software für den automatischen Textsatz und die Silbentrennung verbessert. Damit sind die Zeiten der großen Löcher und des unruhigem Satzbildes in Büchern auf dem Kindle vorerst vorbei. Von Stefanie Luchtenberg

Nach dem Firmwareupdate 5.6.5, das ab sofort für aktuelle Kindleversionen verfügbar ist, kommen die Verbesserungen allerdings nur bei Titeln zur Anwendung, die im neuen KFX-Format (Kindle Format 10) zu haben sind.

Amazon KFX-Format

Man erkennt diese Titel am der Produktinformation Erweiterte Schriftfunktion: Aktiviert.

Bereits gekaufte Titel können vom Gerät gelöscht und kostenlos im neuen Format heruntergeladen werden.

Einen Nachteil gibt es allerdings doch: Beim ersten Öffnen des Titels wird dieser standardmäßig in dem Bookerly-Font angezeigt. Vom Verlag vorgesehene und vom Hersteller eingebettete Schriftarten sind als Verlags-Schriftart zwar noch anwählbar, doch wäre dies als Standardeinstellung, wie bisher, wünschenswert.

Es bleibt abzuwarten, ob Amazon diese Einstellungen noch einmal anpasst. Bis dahin müssen sich Verlage und Leser an die Bookerly gewöhnen.

Bessere Typografie im neuen KFX-Format von Amazon

Software-News: Vorschau-Exemplare erstellen & Versand-Aktionen timen/vormerken

Software NewsUnsere Software-Philosophie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, Verlagsprozesse zu optimieren. Auf gut Deutsch: Ihren Arbeitsalltag zu erleichtern. Deswegen haben wir zwei neue Funktionalitäten implementiert, die den Umgang mit Vorab-Leseexemplaren/Leseproben und das Vorab-Erstellen von Aktionen deutlich erleichtern.

Vorab-Leseexemplaren/Leseproben

Unter den Marketing-Menüpunkten „Leseproben“ und „Lese-/Beleg-/Rezensionsexemplare“ finden Sie nun einen Punkt „Neue Vorab Leseprobe erstellen“ bzw. „Neues Vorab Lexemplar erstellen“. Beide Funktionen bilden ein in Verlagen häufig vorkommendes Problem ab: Man möchte digitales Marketing für einen Titel machen und zwar im Vorfeld der eigentlichen Erscheinung. Oft liegt dann aber kein Epub vor, da dies meist am Ende eines Produktionsprozesses steht, sondern meist nur eine Word-Datei oder ähnliches.
Hier haben Sie nun die Möglichkeit, aus einer HTML-Datei in wenigen Schritten ein Epub zu erstellen, dass Sie dann für Marketingaktionen nutzen können:
HTML in Epub Konvertieren
Zur Konvertierung von Word in HTML gibt es verschiedene kostenlose Online-Konverter, zB „HTML-Cleaner“ oder „Word2CleanHTML„.
Anmerkung: Wir arbeiten im Hintergrund bereits daran, die Funktionalität zu erweitern, sodaß Sie zukünftig direkt Word im Kundencenter hochladen und konvertieren können.

Versand von Lese-Exemplaren vorab einstellen

Oft ist es ja so, dass man entweder alle relevanten Daten (Epub, Mailadressen) bereits zusammen hat, aber die Aktion erst zu einem späteren Zeitpunkt versenden möchte. Oder aber man hat noch nicht alle Daten vollständig (vielleicht fehlen noch ein paar Versandadressen o.ä.), möchte aber die versandaktion schon anlegen.

Dies funktioniert nun sehr unkompliziert, indem Sie eine Versandaktion anlegen wie gehabt – aber neben dem bisherigen „Mails jetzt verschicken“ haben sie nun auch die Möglichkeit, mit „Mails später verschicken“ einen Versandzeitpunkt festzulegen.

rbx_timer

Oder mit „Leseexemplar-Daten nur speichern“ legen Sie die Aktion und die bereits vorhandenen Elemente an, können diese Aktion aber zu einem späteren Zeitpunkt in der Aktionsübersicht jederzeit noch einmal bearbeiten und erst dann versenden (oder timen).

rbx_aktion_speichern

Software-News: Vorschau-Exemplare erstellen & Versand-Aktionen timen/vormerken

Software-News: Lese-/Beleg-/Rezensionsexemplare schnell aus Neuerscheinungen auswählen

Software NewsDas Marketing-Modul „Lese-/Beleg-/Rezensionsexemplare“ ist ein komfortables Tool, um verschiedenste Zielgruppen, von Autoren über den Buchhandel, Journalisten, Multiplikatoren bis hin zum Leser mit Inhalten unterschiedlichster Art zu beschicken. Dabei ist einer der häufigsten Fälle der Vorab-Versand von eBooks. Nicht nur können diese mit einer Sperrfrist (für Rezensenten) automatisiert versehen werden, nun ist es auch möglich, mit wenigen Klicks gezielt Titel auszuwählen, die noch erscheinen werden.

Einstellung des VÖ-Termins (frei wählbar):
lese1

Per Klick Titel aus/abwählen – und der Versand kann beginnen:
lese2

Software-News: Lese-/Beleg-/Rezensionsexemplare schnell aus Neuerscheinungen auswählen

Software-News: In-Book-Marketing überarbeitet und erweitert

Software NewsDie Funktionalität des In-book-Marketings (der komfortablen Platzierung von Eigenanzeigen in eigenen eBooks) wurde grundlegend überarbeitet. Die wichtigsten Neuerungen sind die Möglichkeit zur Einbindung von Werbeanzeigen in Form von Grafiken und die Möglichkeit Empfehlungslisten für spezielle Shops zu erstellen.

Beim Anlegen eines neuen Filters werden zunächst die Basisangaben für den Filter eingetragen (Titel, Beschreibung, etc.). An dieser Stelle kann nun auch eine Einschränkung  auf  bestimmte Shops erfolgen.
inbook1

 

 

 

 

 

Im zweiten Schritt wird, wie bisher auch, ausgewählt für welche Titel der Filter gelten soll. Im dritten Schritt wird zunächst ausgewählt, was eingebunden werden soll.
inbook2
Hier gibt es drei Optionen:
a) Dynamische Buchempfehlungen
Das bisherige Vorgehen.
b) Direkte Buchempfehlungen
Hier können Sie dezidierte Titel (etwa die aktuelle Schwerpunkttitelnovität) auswählen, die empfohlen werden sollen.
c) Mediendatei
Hier wählen Sie entweder eine bereits hochgeladene Datei aus, oder Sie können eine neue Datei hochladen. Zur Zeit können Grafiken vom Typ jpg, gif oder png eingebunden werden. Hier ist vorgesehen, das Tool in einer späteren Version zu erweitern, so dass auch Videos oder epub-Dateien eingebunden werden können.
Beim Hochladen wird überprüft, ob bereits eine Datei mit dem entsprechenden Dateinamen existiert. Ist dies der Fall, bricht der Upload ab. Eine Medien-Verwaltung der bereits hochgeladenen Dateien folgt in einer späteren Version.
inbook3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben den oben ausgeführten Funktionserweiterungen wurde auch die Detailansicht für einzelne Titel im Bereich In-book-Marketing überarbeitet. Hier sehen Sie auf einen Blick, welche Filter für den ausgewählten Titel zutreffen. Weiter unten finden sich drei Spalten mit weiteren Informationen. Die erste Spalte zeigt, welche Titel und Mediendateien bei einer Auslieferung eingebunden würden. Bitte beachten Sie, dass die Liste bei der Verwendung dynamischer Filter variieren kann, z.B. wenn die Sortierung per Zufall erfolgt. Die mittlere Spalte zeigt an, welche Titel und Medien bei der letzten Auslieferung tatsächlich eingebunden wurden. Die dritte Spalte informiert darüber, in welchen anderen Titeln der vorliegende Titel beworben wurde.

Software-News: In-Book-Marketing überarbeitet und erweitert

Software-News: Meta-Daten-Prüfung im eBook und Leseproben-Länge exakt bestimmen

Software News Vieles Neu macht auch der Mai: Das neueste Update bringt mehr Sicherheit in Form einer Meta-Datenprüfung innerhalb der eBook-Dateien und eine neue Funktion für Verlage, die ihre Leseproben gerne absatzgenau festlegen wollen.

Meist werden Meta-Daten (etwa in Form einer Onix-Meldung) und eBook-Daten wie epubs angliefert, die Verbindung stellt dabei beispielweise die ISBN der eBook-Datei dar. Simples System, aber wo es menschelt, können eben auch Fehler passieren, zB wenn bei der Erstellung des ePubs ein Fehler bei der Eingabe des Dateinamens passiert. Für solche Fälle gibt es jetzt ein einfaches Sicherungssystem: in ePubs können Meta-Daten zum jeweiligen Titel abgelegt werden. Beim Import werden diese Daten mit den zusätzlich angelieferten Onix-Daten abgeglichen – und bei Nicht-Übereinstimmung bekommt der Nutzer jetzt eine Fehlermeldung. Mehr Sicherheit geht (fast) nicht.

Leseproben-Längen werden meist dadurch festgelegt, dass zB ein Hersteller innerhalb eines Verlags eine Angabe bekommt, bis zu welcher Seite und welchem Absatz diese gehen soll. Der Aufwand ist groß, aber die Gewährleistung eines gewissen Spannungsbogens auch innerhalb der Leseprobe gewährleistet. Technische Systeme, die Leseproben aus einem Inhalte-Pool erzeugen, haben den Vorteil der Automatisierung, der wiederum darauf beruht, dass zentral (bei readbox natürlich auch individuell) ein Prozentsatz hinterlegt wird.

Im Sinne von „best of both worlds“ ist es jetzt auch möglich, die Textlänge auf Absatzebene durch Vertrieb oder Marketing bequem festzulegen – ohne die Hersteller-Kollegen in Anspruch nehmen zu müssen.

Leseprobe erstellen

 

 

Leseprobe auf Absatzebene festlegen

Software-News: Meta-Daten-Prüfung im eBook und Leseproben-Länge exakt bestimmen

Software-News: Datendarstellung und Störer in den Lese-Exemplaren

Software NewsDie hohe Kunst der Visualisierung zeigt sich vornehmlich in der Darstellung grosser Datenmengen, schließlich möchte niemand lange nach den gesuchten relevanten Ergebnissen suchen. Besonders in langen Graphen, vergleichbar einem Aktien-Index, macht sich dies immer bemerkbar. Deswegen haben wir uns die Darstellung des Amazon Sales Ranks vorgenommen und überarbeitet. Mit einer simplen Mausbewegung (klicken – halten – ziehen – loslassen) lassen sich nun wichtige Bereiche markieren und heranzoomen – und genauso schnell lässt sich dieser Zoom auch wieder deaktivieren.

Darstellung des Amazon Sales Rank in seiner ganzen Komplexität (Beispiel):
Amazon Sales Rank Zoom 1

Markieren des Zielbereichs mit der Maus:
Amazon Sales Rank Zoom 2

Hochskalierte Darstellung des ausgesuchten Bereichs:
Amazon Sales Rank Zoom 3

Mit „Reset Zoom“ lässt sich der Vorgang wieder rückgängig machen.

„Störer“ bei Lese-, Beleg- und Rezensionsexemplaren

Schon lange war es bei Lese-, Beleg- und Rezensionsexemplaren möglich, einen Sperrvermerk einzutragen – vornehmlich wichtig bei Rezensionsexemplaren und dem Hinweis, nicht vor einem bestimmten Datum eine Besprechung zu veröffentlichen. Mitunter kann eine solche Information als „Störer“ (wie oft auf Covern verwendet) ebenso nützlich sein, weswegen sich jetzt im Modul Lese-, Beleg- und Rezensionsexemplaren eine weitere Option „Erweiterte Optionen anzeigen“ findet, die dies ermöglicht:

Störer

 

Software-News: Datendarstellung und Störer in den Lese-Exemplaren