Bessere Typografie im neuen KFX-Format von Amazon

Amazon hat für seinen eReader Kindle eine eigene Schriftart Bookerly entwickeln lassen und gleichzeitig die Software für den automatischen Textsatz und die Silbentrennung verbessert. Damit sind die Zeiten der großen Löcher und des unruhigem Satzbildes in Büchern auf dem Kindle vorerst vorbei. Von Stefanie Luchtenberg

Nach dem Firmwareupdate 5.6.5, das ab sofort für aktuelle Kindleversionen verfügbar ist, kommen die Verbesserungen allerdings nur bei Titeln zur Anwendung, die im neuen KFX-Format (Kindle Format 10) zu haben sind.

Amazon KFX-Format

Man erkennt diese Titel am der Produktinformation Erweiterte Schriftfunktion: Aktiviert.

Bereits gekaufte Titel können vom Gerät gelöscht und kostenlos im neuen Format heruntergeladen werden.

Einen Nachteil gibt es allerdings doch: Beim ersten Öffnen des Titels wird dieser standardmäßig in dem Bookerly-Font angezeigt. Vom Verlag vorgesehene und vom Hersteller eingebettete Schriftarten sind als Verlags-Schriftart zwar noch anwählbar, doch wäre dies als Standardeinstellung, wie bisher, wünschenswert.

Es bleibt abzuwarten, ob Amazon diese Einstellungen noch einmal anpasst. Bis dahin müssen sich Verlage und Leser an die Bookerly gewöhnen.

Bessere Typografie im neuen KFX-Format von Amazon

amazon. Neue Kategorien in Kindle eBooks

 

Liebesromane Antikeamazon hat vor Kurzem seine Kategorien in der Rubrik Kindle eBooks verändert und damit erweitert und vertieft.
Innerhalb vieler Kategorien finden sich nun zusätzliche Unterkategorien, die thematisch, geografisch oder im zeitlichen Kontext in die Tiefe gehen. Insbesondere im Bereich Belletristik sind die Kategorien nun spitzer und somit lassen sich die eBooks auch besser einordnen und thematisch wieder finden.

Weiterhin gilt allerdings, dass die Kategorien, die amazon im Shop zeigt, nicht eins zu eins mit den Auswahlmöglichkeiten im Vendor Central übereinstimmen und Genreangaben wie aus der Deutschen Warengruppensystematik oder dem amerikanischen Bisac-Code auch nicht direkt einzelnen Kategorien entsprechen. Amazon greift hier also wie gehabt in die Kategorien-Einteilung der Titel ein und ordnet selbst zu, wobei die Genre und Schlagworte als Hinweis genutzt werden.

Für Ihre Titel bei amazon sind die tieferen Kategorien von Vorteil, so kann der Kunde hier besser der Struktur folgend suchen und zu dem Themenbereich gelangen, der ihn interessiert. Wenn der Titel in mehreren Kategorien erscheint, erhöht dies seine Sichtbarkeit, gleichzeitig wird er auch innerhalb der jeweiligen Kategorie sichtbarer, da nun weniger Titel in den spezifischeren Themenbereich eingeordnet sind.
Beim Durchklicken durch die neuen Unterkategorien fällt zudem auf, dass einige sehr spezielle noch keine oder nur sehr wenige Titel beinhalten.

Belle Abenteuer Frauen

Zudem sind aber einige Einteilungen redundant, das Themengebiet „Liebe“ ist in diversen Kategorien zu finden. Zum einen stellt es zum Beispiel als „Liebesromane“ eine eigene Kategorie bei „Beliebt bei Kindle“ dar, zum anderen gibt es die Unterkategorie Liebesromane bei „Belletristik für Frauen“, was sich wiederum in der Kategorie „Belletristik“ befindet.

Die neuen Kategorien könnten sicher übersichtlicher gestaltet sein, führen allerdings andererseits dazu, dass ein Interessent, der von einem Thema getrieben auf den Unterseiten sucht, an verschiedenen Stellen auf das gleiche Thema aufmerksam wird, was hilfreich für die Verkäufe ist.

Neben den Entwicklungen in den Shops behalten wir auch die weiteren Neuerungen im Bereich der Metadaten im Auge. Als Member der BISG (Book Industry Study Group), die die Bisac-Angaben betreut, kennen wir uns mit den hier benötigten Standards aus und werden Neuerungen zeitnah umsetzen.

Gleiches gilt für das in Deutschland aktuelle Thema der „Thema“-Klassifikation. Diese können wir bereits in unser System importieren und Sie können „Thema“ zu Ihren Titeln melden oder ergänzen. Auch hier wird die neue Klassifikation für eine viel tiefere und bessere Einordnung von Titeln in den Shops sorgen, sobald „Thema“ dort unterstützt wird. Wenn es zu diesen Themengebieten Neuigkeiten gibt, freuen wir uns, Sie auf diesem Wege auf dem Laufenden zu halten.

 

amazon. Neue Kategorien in Kindle eBooks

Software-News: Amazon Sales Rank Analyse mit Titel-Benchmark

DieSoftware News readbox Amazon Sales Rank Analyse ist an sich schon ein mächtiges Tool: Zur Beobachtung der eigenen Titel, egal, ob eBook oder Print-Ausgabe. Oder zur Beobachtung der Titel der Mitbewerber.
Um gerade eine Vielzahl von Titeln im direkten Vergleich, auch grafisch, schnell zu überschauen gibt es jetzt die neue Funktionalität „Vergleich„. Hier können beliebige Titel in einen „Container“ gelegt werden, die dann auch jeweils zusammen dargestellt werden, visuell in Form eines Graphen (der sich in verschiedenen Grafik-Formaten herunterladen lässt) und natürlich auch in der tabellarischen Übersicht, die wiederum zur Weiterverarbeitung als Excel-Datei verfügbar ist.

Das Anlegen dieser Vergleiche ist dabei denkbar einfach:

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Übersicht der Vergleichspakete und anlegen neuer Vergleiche.

In der Detailansicht der Vergleiche werden im Kopf der Seite die einzelnen Titel visuell dargestellt, gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, den Anzeige-Zeitraum zu verändern:

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Wer nun große Datenmengen darstellt, etwa mit vielen in den Vergleichen eingestellten Titeln und zusätzlich dem jeweiligen Produkt-Format (eBook und Print), wird bald das Problem haben, die Datenmengen noch überschaubar darzustellen. Das kann dann auch einmal mehr Ähnlichkeit mit einem Schnittmuster haben:

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Deswegen gibt es zusätzlich zwei Funktionen: per Klick können alle Datenreihen per Mausklick entfernt (und natürlich wieder hinzugefügt) werden. Gleichzeitig können Datenreihen „geglättet“ werden, in 7, 14 und 28-Tagen-Schritten – eine aus Tabellenkalkulationsprogrammen bekannte Funktion.

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Getreu dem Grundsatz, Prozesse zu optimieren und dem Nutzer knappe Zeit zu sparen, können mit der neuen Vergleichsfunktion individuelle und unterschiedlichste Titel-Benchmarks vorgenommen und analysiert werden – bequem und schnell.

Software-News: Amazon Sales Rank Analyse mit Titel-Benchmark

Software-News: InBook-Marketing und Leseproben mit Schnell-Zugriff und neuer Übersicht

Software NewsMit dem Erweitern des Funktionsumfangs von Software steigt immer auch zwangsläufig der Komplexitätsgrad, oft aber nicht die Übersichtlichkeit. Deswegen haben wir die Module „InBook-Marketing“ und „Leseproben“ nicht nur mit neuen Funktionalitäten ausgestattet sondern auch der Usability und dem schnellen Erschließen der relevanten Informationen für den Nutzer klare Priorität gegeben.

Im Modul „InBook-Marketing“ erscheint nun zunächst eine Übersichtsseite, die nicht nur das Anlegen neuer Marketing-Aktionen erlaubt, sondern auch alle Titel mit „Inbook-Marketing“ übersichtlich darstellt. Von dort kommen Sie auf eine neue Einzeltitel-Seite, die kompakt alle relevanten Informationen vorhält wie die letzte Auslieferung, in welchen Titeln das ausgewählte eBook beworben wurde respektive welche Titel darin beworben werden. Zusätzlich werden die aktuellen Daten aus dem Modul „Amazon Sales Rank“ dargestellt (falls gebucht), sodaß sich alle nötigen Informationen übersichtlich an einem Ort befinden.

Ähnliches findet sich jetzt auch im Modul „Leseproben„. Neben der Möglichkeit, neue Leseproben zu erstellen und zu versenden wird jetzt auch eine Übersicht dargestellt, in welcher sich die entsprechenden Titel finden, für die Leseproben erstellt wurden, mit der Möglichkeit, diese direkt (etwa zur Prüfung) aufzurufen. Besonders interessant im Titel-Vergleich: die Anzahl der aktuellen Downloads. Und mit einem Klick lassen sich Detailgrafiken aufrufen, die den zeitlichen Verlauf der Leseproben-Downloads übersichtlich darstellen.

Teaserbild: Pixabay/Geralt

Software-News: InBook-Marketing und Leseproben mit Schnell-Zugriff und neuer Übersicht

Geänderte Mehrwertsteuer-Regelung ab Januar 2015

Ab dem 01.01.2015 wird bei dem Verkauf einer elektronischen Dienstleistung, zum Beispiel eines eBook-Downloads, im europäischen Ausland der Mehrwertsteuersatz des Herkunftslandes des Käufers oder der Käuferin abgerechnet („Bestimmungslandprinzip“).

Hier die entsprechende Meldung des Bundesfinanzministeriums: Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen neu geregelt

Signifikant auffallen wird das vor allen Dingen bei den Abrechnungen von Amazons Kindle Store und Apples iBooks Store. Hier fielen bisher bei Verkäufen nach Deutschland 3% Mehrwertsteuer (Luxemburg) an. Ab Januar werden bei Verkäufen nach Deutschland 19%, nach Spanien beispielsweise 21% fällig.

Während für Sie zunächst kein offensichtlicher Handlungsbedarf besteht, da readbox Ihren Brutto-Verkaufspreis an die Shops meldet, haben Sie als Verlag mit den Folgen der Gesetzesänderung zu tun: „Geänderte Mehrwertsteuer-Regelung ab Januar 2015“ weiterlesen

Geänderte Mehrwertsteuer-Regelung ab Januar 2015

Kurze Gedanken zum Thema Wirtschaftsethik (oder: Oh, Amazon …)

Bild von floeschie via Flickr

Um es vorab ganz klar zu sagen: Ich habe keine Informationen darüber, worum es bei dem (offensichtlichen) Streit zwischen Hachette und Amazon geht und/oder wer in diesem Disput Recht oder Unrecht oder die besseren Argumente hat. Deshalb nehme ich dazu auch überhaupt nicht Stellung – und das steht mir auch gar nicht zu. Am Samstag aber erreichte mich über meinen KDP-Account eine Mail, von der ich vorher schon in US-amerikanischen Blogs gelesen hatte, die mich aber dann so direkt nochmal erheblich verstört hat. Weil Amazon aus meiner Sicht hier (mindestens) einen Schritt zu weit geht und weil das gegen mein Verständnis von Professionalität und Souveränität geht. Und wenn ich schon direkt angeschrieben werde, dann antworte ich auch.

Aber der Reihe nach: Zunächst empfehle ich, das Schreiben mal in Ruhe (und am besten auch mehrmals) zu lesen. Amazon hat für die Veröffentlichung nicht nur den Weg der Massen-E-Mail an (offensichtlich) alle seine KDP-Autoren gewählt, sondern auch gleich noch eine URL reserviert: www.readersunited.com.

So, gelesen? Ich versuche mal, meine Gedanken zu sortieren:

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Kurze Gedanken zum Thema Wirtschaftsethik (oder: Oh, Amazon …)

„Amazon was once a small fish, too“

Bild von icathing via Flickr

Ich habe mir nach langer Zeit mal wieder ein wenig Zeit genommen, in meinen RSS Feeds zu lesen und – wie das dann so ist – mich treiben zu lassen: Von Link zu Link, von referenzierten Artikeln zu zitierten Konzepten und wieder zurück. Eine gute Gelegenheit, mal zu versuchen, den roten Faden herauszuarbeiten – und damit vielleicht den Kern des Problems dieser (unserer) bedrohten, schützenswerten Branche.

Ein guter Anfang: Realistisch sein.

Hier hatte ich schon mal von Schopenhauer geschrieben und sein Zitat der drei Stufen, die alle Wahrheit durchläuft. Ein ähnliches Konzept existiert in der Psychologie, nämlich die fünf Phasen des Sterbens von Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004):

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„Amazon was once a small fish, too“